#23: Selbstständigkeit an japanischen Schulen

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An japanischen Schulen beschränkt sich das Lernen nicht auf Kreidetafeln und Prüfungen – es ist in den Alltag integriert. Schon im ersten Jahr übernehmen die Schülerinnen und Schüler praktische Aufgaben: ihren Mitschülern Mittagessen servieren, Tafeln abwischen und Toiletten schrubben. Diese Pflichten sind keine Strafen, sondern Lektionen in Respekt, Demut und Gemeinschaftspflege. Die meisten Schulen haben keine Hausmeister, weil jeder mithilft, was die Idee stärkt, dass keine Arbeit unter der Würde eines Menschen ist.

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Diese leise, aber wirkungsvolle Tradition lehrt Verantwortung nicht durch Vorträge, sondern durch Handlungen. Indem sie ein gemeinsames Verantwortungsgefühl für ihre Umgebung fördern, wachsen japanische Schüler nicht nur akademisch, sondern entwickeln sich zu nachdenklichen, kooperativen Bürgern, die Werte in sich tragen, die weit über die Klassenzimmer hinausreichen.

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