Mein Schwager stand auf wundersame Weise auf, nachdem mein Mann uns verlassen hatte.

Eine unerwünschte Überraschung

Als mein Mann und meine Schwiegermutter beiläufig eine spontane Reise nach Hawaii ankündigten, hatte ich nicht erwartet, zurückgelassen zu werden – schon gar nicht mit Alan, meinem querschnittsgelähmten Schwager. Sie schoben mir die Verantwortung zu, als wäre es eine Tüte voller Lebensmittel. „Du schaffst das schon“, sagten sie achselzuckend, schon halb zur Tür hinaus. Ich war wütend – nicht weil ich Alan nicht mochte, sondern weil sie annahmen, ich hätte nichts Besseres zu tun.
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Ich bereitete mich mental auf eine lange und wahrscheinlich anstrengende Woche vor und fürchtete mich bereits vor der Logistik. Doch was am nächsten Morgen geschah, stellte all diese Erwartungen auf den Kopf. Als ich das Wohnzimmer betrat, erhob sich Alan mühelos aus seinem Rollstuhl und grinste von Ohr zu Ohr. „Lass uns gehen!“, sagte er, als wäre nie etwas passiert. Mir klappte fast der Kiefer herunter.
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Ein unerwarteter Vorschlag

Alan, der förmlich vor Energie strahlte, schlug vor, wir sollten uns spontan auf ein Abenteuer begeben. Das war nach dem Unfall so untypisch für ihn, dass ich völlig überrascht war. „Bist du dir da sicher, Alan?“, fragte ich, unsicher, ob das ein Streich oder ein Wunder war. Er nickte nur und lächelte mit einer Zuversicht, die ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte.
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Trotz meines Zögerns fühlte sich der Moment seltsam richtig an. Seine Begeisterung war ansteckend, und ich brachte es nicht übers Herz – oder die Neugier – nein zu sagen. Als wir in den Van stiegen, fragte ich mich, was genau sich verändert hatte und wie lange er darauf gewartet hatte, es zu offenbaren.
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